Mit einem Immobilienkredit finanzieren Sie den Kauf oder Bau Ihrer Immobilie – in der Regel als Annuitätendarlehen mit fester monatlicher Rate. Doch die Zinsunterschiede zwischen den Anbietern sind erheblich: Bei einer Darlehenssumme von 300.000 € und 10 Jahren Zinsbindung kann der Unterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot über 10.000 € betragen. Ein unabhängiger Immobilienkredit-Vergleich ist deshalb der wichtigste erste Schritt auf dem Weg in die eigenen vier Wände.
Das Wichtigste in Kürze
- Zinsen vergleichen lohnt sich: Aktuell liegen die besten Zinsen für Immobilienkredite bei ca. 3,1–3,5 % effektiv (10 Jahre Zinsbindung, Stand Februar 2026). Der Unterschied zum teuersten Anbieter beträgt oft mehr als 0,5 Prozentpunkte.
- Kostenloser Vergleich: Unser Immobilienkredit-Rechner vergleicht die Konditionen von über 60 Banken und Kreditinstituten – unabhängig, kostenlos und unverbindlich.
- Eigenkapital senkt den Zinssatz: Je mehr Eigenkapital Sie einbringen (ideal: 20–30 % des Kaufpreises plus Nebenkosten), desto günstiger wird Ihr Immobiliendarlehen.
- Zinsbindung beachten: In der aktuellen Zinsphase empfehlen Experten eine Zinsbindung von mindestens 10–15 Jahren, um sich die vergleichsweise moderaten Konditionen langfristig zu sichern.
- Sondertilgung vereinbaren: Achten Sie beim Vergleich auf kostenlose Sondertilgungsoptionen von mindestens 5 % p. a. – das verkürzt die Laufzeit und spart Tausende Euro an Zinskosten.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein Immobilienkredit und wie funktioniert er?
- Aktuelle Immobilienkredit-Zinsen im März 2026
- So vergleichen Sie Immobilienkredite richtig
- Wie viel Eigenkapital brauchen Sie für einen Immobilienkredit?
- Welche Darlehensarten gibt es beim Immobilienkredit?
- Sondertilgung, Zinsbindung und Tilgungsrate optimal wählen
- Was passiert nach der Zinsbindung? Anschlussfinanzierung erklärt
- Voraussetzungen und Unterlagen für den Immobilienkredit
- Häufig gestellte Fragen zum Immobilienkredit
Was ist ein Immobilienkredit und wie funktioniert er?
Ein Immobilienkredit – auch Hypothekendarlehen, Baufinanzierung oder Immobiliendarlehen genannt – ist ein zweckgebundenes Darlehen, das ausschließlich für den Kauf, Bau oder die Modernisierung einer Immobilie verwendet werden darf. Im Gegenzug dient die finanzierte Immobilie der Bank als Sicherheit, in der Regel in Form einer Grundschuld, die im Grundbuch eingetragen wird.
Die mit Abstand häufigste Form des Immobilienkredits in Deutschland ist das Annuitätendarlehen. Dabei zahlen Sie über die gesamte Zinsbindungsfrist eine gleichbleibende monatliche Rate – die sogenannte Annuität. Diese setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: dem Zinsanteil (die Kosten für das geliehene Kapital) und dem Tilgungsanteil (die Rückzahlung des Darlehens). Mit jeder Rate sinkt die Restschuld, sodass der Zinsanteil abnimmt und der Tilgungsanteil entsprechend steigt. So zahlen Sie über die Zeit immer schneller ab, obwohl Ihre monatliche Belastung gleich bleibt.
Ein Beispiel: Bei einem Immobilienkredit über 300.000 € mit 3,5 % Sollzins und 2 % anfänglicher Tilgung beträgt Ihre monatliche Rate 1.375 €. Nach 10 Jahren haben Sie bereits rund 72.000 € getilgt – obwohl der Tilgungssatz zu Beginn nur bei 2 % lag. Diesen Tilgungseffekt können Sie mit unserem Vergleichsrechner oben individuell berechnen.
Immobilienkredite unterscheiden sich von Ratenkrediten oder Konsumentenkrediten in drei wesentlichen Punkten: Die Laufzeiten sind deutlich länger (oft 20–35 Jahre bis zur vollständigen Tilgung), die Zinsen sind dank der Grundschuld-Absicherung erheblich niedriger, und die Verwendung ist streng zweckgebunden. Gerade weil Immobilienkredite eine so langfristige finanzielle Verpflichtung darstellen, ist ein sorgfältiger Immobilienkredit-Vergleich vor Abschluss unverzichtbar.
Aktuelle Immobilienkredit-Zinsen im März 2026
Die Zinsen für Immobilienkredite werden maßgeblich von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), den Renditen langfristiger Bundesanleihen sowie Angebot und Nachfrage am Kapitalmarkt bestimmt. Seit Sommer 2025 hält die EZB ihren Einlagezins stabil bei 2,00 %, nachdem sie den Leitzins zuvor mehrfach gesenkt hatte. Die nächste EZB-Zinsentscheidung wird am 19. März 2026 erwartet.
Für Sie als Kreditnehmer bedeutet das aktuell folgende Richtwerte bei den Bauzinsen:
| Zinsbindung | Bestzins (ca.) | Durchschnitt (ca.) |
|---|---|---|
| 5 Jahre | 3,10 % | 3,40 % |
| 10 Jahre | 3,15 % | 3,65 % |
| 15 Jahre | 3,50 % | 3,80 % |
| 20 Jahre | 3,80 % | 4,00 % |
Die Spanne zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter beträgt je nach Zinsbindung 0,4 bis 0,7 Prozentpunkte. Bei einer Darlehenssumme von 300.000 € und 15 Jahren Laufzeit entspricht das einer Ersparnis von rund 6.000–12.000 €. Genau deshalb lohnt sich der Immobilienkredit-Vergleich mit unserem Rechner: Er zeigt Ihnen sekundenschnell, welche Bank aktuell die günstigsten Konditionen bietet.
Experten erwarten für 2026 einen Zinssatz-Korridor von 3,3–4,5 % bei 10-jähriger Zinsbindung. Starke Schwankungen nach oben oder unten sind angesichts der geopolitischen Unsicherheiten jederzeit möglich. Wer aktuell einen Immobilienkauf plant, sollte sich deshalb zeitnah Angebote einholen und die Zinskonditionen vergleichen.
So vergleichen Sie Immobilienkredite richtig
Beim Vergleich von Immobilienkrediten kommt es nicht allein auf den Zinssatz an. Die folgenden Kriterien entscheiden darüber, ob Ihre Baufinanzierung wirklich günstig ist – oder nur günstig aussieht:
Effektivzins statt Sollzins vergleichen
Der Sollzins (auch Nominalzins) gibt an, wie viel Zinsen die Bank pro Jahr auf die Restschuld berechnet. Der effektive Jahreszins enthält zusätzlich weitere Kosten wie die Zinsverrechnung und ist daher die aussagekräftigere Kennzahl. Vergleichen Sie Immobilienkredite immer auf Basis des Effektivzinses – er ist nach der Preisangabenverordnung (PAngV) in jedem Angebot auszuweisen.
Sondertilgungsoptionen prüfen
Viele Banken gewähren kostenlose Sondertilgungsrechte von 5 % der Darlehenssumme pro Jahr. Manche Anbieter erlauben sogar 10 % oder mehr – teils gegen einen geringen Zinsaufschlag. Sondertilgungen verkürzen die Gesamtlaufzeit erheblich und können über die Kreditlaufzeit Tausende Euro Zinskosten einsparen. Achten Sie darauf, dass Ihr Vertrag diese Möglichkeit bietet.
Bereitstellungszinsen beachten
Wenn Sie ein Haus bauen oder eine Immobilie im Bau kaufen, wird das Darlehen häufig in Teilbeträgen abgerufen. Für den noch nicht abgerufenen Teil berechnen viele Banken Bereitstellungszinsen – in der Regel 0,25 % pro Monat (3 % p. a.). Eine möglichst lange bereitstellungszinsfreie Zeit (ideal: 6–12 Monate) spart bei Neubauprojekten bares Geld.
Tilgungssatzwechsel und Ratenpausen
Das Leben verändert sich – und mit ihm Ihre finanzielle Situation. Ein guter Immobilienkredit ermöglicht einen Tilgungssatzwechsel während der Laufzeit (z. B. von 2 % auf 3 % oder umgekehrt) sowie die Option auf eine Ratenpause bei finanziellen Engpässen. Fragen Sie gezielt nach diesen Flexibilitätsoptionen, wenn Sie Angebote vergleichen.
Wie viel Eigenkapital brauchen Sie für einen Immobilienkredit?
Das Eigenkapital ist einer der wichtigsten Hebel für günstige Konditionen bei Ihrem Immobilienkredit. Je mehr eigenes Kapital Sie einbringen, desto niedriger fällt der sogenannte Beleihungsauslauf aus – also das Verhältnis zwischen Darlehenssumme und Immobilienwert. Und je niedriger der Beleihungsauslauf, desto günstiger der Zinssatz, den Ihnen die Bank anbietet.
Als Faustregel gilt: Bringen Sie mindestens 20–30 % des Kaufpreises als Eigenkapital ein, zuzüglich der Kaufnebenkosten. Die Kaufnebenkosten – bestehend aus Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland 3,5–6,5 %), Notar- und Grundbuchkosten (ca. 1,5–2 %) sowie ggf. Maklerprovision (bis zu 3,57 % inkl. MwSt.) – sollten vollständig aus Eigenmitteln finanziert werden, da sie den Wert der Immobilie nicht steigern.
Was zählt als Eigenkapital? Neben Ersparnissen auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten werden auch Bausparverträge, Wertpapierdepots, bereits bezahlte Grundstücke, private Darlehen von Verwandten, Schenkungen und bei einigen Banken auch Eigenleistungen am Bau (sogenannte Muskelhypothek) angerechnet.
Gut zu wissen – Vollfinanzierung: Einige Banken bieten auch eine Finanzierung ohne Eigenkapital an (100-%-Finanzierung oder sogar 110-%-Finanzierung inklusive Nebenkosten). Das Risiko für die Bank ist dabei deutlich höher, weshalb Zinsaufschläge von 0,3–0,8 Prozentpunkten üblich sind. Eine Vollfinanzierung sollte nur bei sehr sicherem, hohem Einkommen und stabiler Beschäftigung in Betracht gezogen werden.
Welche Darlehensarten gibt es beim Immobilienkredit?
Je nach Ihrer persönlichen Situation und Ihren Zielen kommen verschiedene Formen des Immobilienkredits infrage. Hier die wichtigsten Darlehensarten im Überblick:
Annuitätendarlehen – der Standard
Das Annuitätendarlehen ist mit großem Abstand die beliebteste Darlehensform in Deutschland. Sie zahlen eine gleichbleibende monatliche Rate über die gesamte Zinsbindung. Das bietet maximale Planungssicherheit. Nach Ablauf der Zinsbindung besteht eine Restschuld, für die Sie eine Anschlussfinanzierung benötigen.
Volltilgerdarlehen – schuldenfrei in einem Zug
Beim Volltilgerdarlehen ist die Tilgung so berechnet, dass das gesamte Darlehen innerhalb der Zinsbindungsfrist vollständig zurückgezahlt wird. Der Vorteil: absolute Zinssicherheit ohne Restschuld und ohne Anschlussfinanzierungsrisiko. Dafür ist die monatliche Rate höher als beim klassischen Annuitätendarlehen. Viele Banken belohnen Volltilger-Kunden mit einem leichten Zinsrabatt.
Variables Darlehen – flexibel, aber risikoreicher
Ein variables Darlehen hat keine feste Zinsbindung. Der Zinssatz wird in der Regel alle 3 oder 6 Monate an den aktuellen EURIBOR-Referenzzins angepasst. Das kann in Phasen sinkender Zinsen vorteilhaft sein, birgt bei steigenden Zinsen aber ein erhebliches Kostenrisiko. Variable Darlehen eignen sich daher eher als Zwischenfinanzierung oder wenn ein baldiger Verkauf der Immobilie geplant ist.
KfW-Förderdarlehen – staatlich vergünstigter Immobilienkredit
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt über die Hausbank zinsvergünstigte Darlehen für energieeffizientes Bauen und Sanieren. Besonders attraktiv ist das Programm „Klimafreundlicher Neubau“ (KfW 297/298) mit bis zu 150.000 € je Wohneinheit. KfW-Darlehen können mit einem regulären Immobilienkredit kombiniert werden und so die Gesamtfinanzierungskosten deutlich senken. Prüfen Sie die Fördermöglichkeiten unbedingt vor Abschluss Ihres Kreditvertrags.
Sondertilgung, Zinsbindung und Tilgungsrate optimal wählen
Drei Stellschrauben entscheiden darüber, wie schnell und wie günstig Sie Ihren Immobilienkredit zurückzahlen: die Zinsbindungsfrist, die anfängliche Tilgungsrate und die Sondertilgung.
Zinsbindung: Wie lange sollten Sie die Zinsen festschreiben?
Die Zinsbindung (auch Zinsfestschreibung) legt fest, für wie viele Jahre Ihr vereinbarter Zinssatz garantiert gilt. Gängige Laufzeiten sind 5, 10, 15, 20 oder sogar 30 Jahre. In der aktuellen Marktlage mit Zinsen im Bereich von 3–4 % empfehlen die meisten Finanzierungsexperten eine Zinsbindung von mindestens 10 bis 15 Jahren. Der Grund: Sie schützen sich so vor möglicherweise weiter steigenden Zinsen und gewinnen Planungssicherheit für Ihre monatliche Belastung.
Wichtig zu wissen: Nach 10 Jahren Zinsbindung haben Sie als Kreditnehmer laut § 489 BGB ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht mit 6 Monaten Frist – unabhängig von der vereinbarten Zinsbindungsdauer und ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Dieses Recht gibt Ihnen Flexibilität, auch wenn Sie sich für eine längere Zinsbindung entscheiden.
Tilgungsrate: Mindestens 2 % wählen
Die anfängliche Tilgungsrate bestimmt, wie schnell Sie Ihren Immobilienkredit zurückzahlen. Bei einem Zinsniveau von ca. 3,5 % und einer anfänglichen Tilgung von 2 % dauert die vollständige Rückzahlung rund 30 Jahre. Mit 3 % Tilgung verkürzt sich die Laufzeit auf etwa 23 Jahre – und die gesamten Zinskosten sinken um mehrere Zehntausend Euro. Wählen Sie die Tilgung so hoch, wie es Ihr monatliches Budget zulässt, ohne dass Ihnen die Luft zum Atmen fehlt.
Sondertilgung: Der unterschätzte Sparfaktor
Eine Sondertilgung ist eine außerplanmäßige Rückzahlung auf Ihren Immobilienkredit – etwa aus Bonuszahlungen, Erbschaften oder angespartem Kapital. Die meisten Banken erlauben 5 % der ursprünglichen Darlehenssumme pro Jahr als kostenlose Sondertilgung. Ein Beispiel: Bei einem Darlehen von 300.000 € und jährlicher Sondertilgung von 5.000 € verkürzen Sie die Laufzeit um rund 5 Jahre und sparen über 15.000 € Zinskosten. Vereinbaren Sie das Sondertilgungsrecht unbedingt bereits im Kreditvertrag.
Was passiert nach der Zinsbindung? Anschlussfinanzierung erklärt
Wenn die Zinsbindung Ihres Immobilienkredits ausläuft, ist das Darlehen in der Regel noch nicht vollständig getilgt. Für die verbleibende Restschuld benötigen Sie eine Anschlussfinanzierung. Dabei haben Sie drei Optionen:
Prolongation – bei der bisherigen Bank bleiben
Ihre Bank unterbreitet Ihnen in der Regel einige Monate vor Ablauf der Zinsbindung ein Verlängerungsangebot (Prolongation). Das ist bequem, denn es fallen keine neuen Grundbuchkosten an. Allerdings ist das erste Angebot selten das günstigste – verhandeln oder vergleichen Sie unbedingt mit anderen Anbietern.
Umschuldung – zu einer günstigeren Bank wechseln
Bei einer Umschuldung lösen Sie Ihren bestehenden Immobilienkredit ab und finanzieren die Restschuld bei einem anderen Kreditinstitut. Das verursacht geringe Kosten für die Grundschuldabtretung (ca. 0,1–0,2 % der Restschuld), kann sich aber bei besseren Zinskonditionen schnell lohnen. Nutzen Sie unseren Vergleichsrechner, um das günstigste Anschlussfinanzierungs-Angebot zu finden.
Forward-Darlehen – Zinsen bis zu 5 Jahre im Voraus sichern
Mit einem Forward-Darlehen können Sie sich die aktuellen Zinsen bereits bis zu 60 Monate vor dem Ende Ihrer laufenden Zinsbindung sichern. Dafür fällt ein Forward-Aufschlag an, der in der Regel bei 0,01–0,03 Prozentpunkten pro Monat Vorlaufzeit liegt. Wenn Sie davon ausgehen, dass die Zinsen bis zum Ablauf Ihrer Zinsbindung steigen, kann ein Forward-Darlehen eine sinnvolle Absicherungsstrategie sein.
Voraussetzungen und Unterlagen für den Immobilienkredit
Damit eine Bank Ihren Immobilienkredit bewilligt, müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen und eine Reihe von Unterlagen einreichen. Hier die wichtigsten Anforderungen im Überblick:
Persönliche Voraussetzungen
Sie müssen volljährig sein, Ihren Wohnsitz in Deutschland haben und über ein regelmäßiges, ausreichend hohes Einkommen verfügen. Die Bank prüft Ihre Bonität anhand einer SCHUFA-Auskunft und einer Haushaltsrechnung. Als Faustregel gilt: Die monatliche Kreditrate sollte maximal 35 % Ihres Nettohaushaltseinkommens betragen. Bei einem Nettoeinkommen von 4.000 € wären das maximal 1.400 € monatliche Rate.
Benötigte Unterlagen
Für den Kreditantrag benötigen Sie in der Regel folgende Dokumente:
Zur Person: Personalausweis oder Reisepass, Gehaltsnachweise der letzten 3 Monate, letzter Einkommensteuerbescheid, Kontoauszüge der letzten 3 Monate, Nachweis über Eigenkapital, ggf. Selbstauskunft und Vermögensaufstellung.
Zur Immobilie: Kaufvertragsentwurf oder notarieller Kaufvertrag, aktueller Grundbuchauszug, Exposé mit Fotos, Wohnflächenberechnung, Grundrisse und Baupläne, Flurkarte/Lageplan, bei Neubauten die Baukostenaufstellung und Baugenehmigung.
Je vollständiger Ihre Unterlagen, desto schneller und reibungsloser verläuft die Kreditentscheidung. Viele Banken geben bei vollständigen Unterlagen innerhalb weniger Tage eine Zusage.
Häufig gestellte Fragen zum Immobilienkredit
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Immobilienkredite, Finanzierung und Zinsen.
Wie hoch sind die aktuellen Zinsen für einen Immobilienkredit?
Im Februar 2026 liegen die effektiven Zinsen für Immobilienkredite je nach Zinsbindung, Eigenkapitalquote und Bonität zwischen ca. 3,1 % und 4,2 %. Für eine 10-jährige Zinsbindung mit 20 % Eigenkapital sind Bestzinsen von rund 3,15 % möglich. Nutzen Sie unseren Vergleichsrechner oben, um Ihren individuellen Zinssatz zu ermitteln.
Wie bekomme ich den günstigsten Immobilienkredit?
Die wichtigsten Hebel für günstige Konditionen sind: ein hoher Eigenkapitalanteil (idealerweise 20–30 %), eine gute Bonität ohne negative SCHUFA-Einträge, ein möglichst niedriger Beleihungsauslauf und der Vergleich mehrerer Anbieter. Zusätzlich verbessern ein unbefristetes Arbeitsverhältnis und eine Immobilie in guter Lage Ihre Verhandlungsposition erheblich.
Kann ich einen Immobilienkredit ohne Eigenkapital bekommen?
Ja, einige Banken bieten eine Vollfinanzierung (100 % oder 110 % inklusive Nebenkosten) an. Allerdings zahlen Sie dafür deutlich höhere Zinsen – typischerweise 0,3 bis 0,8 Prozentpunkte mehr als bei einer Finanzierung mit Eigenkapital. Voraussetzung ist in der Regel ein hohes, gesichertes Einkommen und eine einwandfreie SCHUFA.
Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins?
Der Sollzins gibt die reinen Zinskosten an, die die Bank für das Darlehen berechnet. Der effektive Jahreszins (Effektivzins) berücksichtigt zusätzlich die Art der Zinsverrechnung und ist daher immer geringfügig höher. Für einen fairen Vergleich von Immobilienkrediten sollten Sie stets den Effektivzins heranziehen, da dieser die tatsächlichen Kosten besser abbildet.
Wie viel Immobilienkredit kann ich mir leisten?
Als Orientierung gilt: Die monatliche Kreditrate sollte maximal 35 % Ihres Nettohaushaltseinkommens betragen. Bei einem gemeinsamen Nettoeinkommen von 5.000 € wäre das eine maximale Rate von 1.750 €. Bei 3,5 % Zins und 2 % anfänglicher Tilgung entspricht das einem Darlehen von rund 380.000 €. Nutzen Sie unseren Rechner für eine präzise Berechnung.
Kann ich meinen Immobilienkredit vorzeitig zurückzahlen?
Innerhalb der Zinsbindung ist eine vorzeitige Rückzahlung nur mit Zustimmung der Bank möglich – und diese verlangt in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung als Ausgleich für entgangene Zinserträge. Eine wichtige Ausnahme: Nach Ablauf von 10 Jahren ab Vollauszahlung des Darlehens können Sie laut § 489 BGB mit einer Frist von 6 Monaten kündigen – ohne Entschädigung.
Ist ein Immobilienkredit steuerlich absetzbar?
Bei selbstgenutztem Wohneigentum sind die Zinsen für den Immobilienkredit in der Regel nicht steuerlich absetzbar. Anders sieht es bei vermieteten Immobilien aus: Hier können Sie die Darlehenszinsen als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend machen und so Ihre Steuerlast senken. Auch Renovierungs- und Modernisierungskosten können bei Vermietung steuerlich berücksichtigt werden.
Welche Förderungen gibt es für den Immobilienkredit?
Die wichtigste Förderung kommt von der KfW-Bankengruppe mit zinsgünstigen Darlehen für energieeffizientes Bauen und Sanieren (z. B. Programm 297/298 „Klimafreundlicher Neubau“). Daneben bieten die Bundesländer eigene Förderprogramme mit Zuschüssen oder günstigen Darlehen, etwa die NRW.BANK, L-Bank (Baden-Württemberg) oder BayernLabo. Auch das Baukindergeld kann unter bestimmten Voraussetzungen beantragt werden. Prüfen Sie alle Fördermöglichkeiten vor Abschluss Ihres Kreditvertrags.
Was passiert, wenn ich meinen Immobilienkredit nicht mehr bezahlen kann?
Wenn Sie in Zahlungsschwierigkeiten geraten, sollten Sie sofort das Gespräch mit Ihrer Bank suchen. Oft lassen sich Lösungen finden: Ratenpausen, eine vorübergehende Senkung der Tilgungsrate oder eine Laufzeitverlängerung. Kommt keine Einigung zustande und bleiben Raten dauerhaft aus, kann die Bank die Zwangsversteigerung der Immobilie einleiten. Eine frühzeitige Kommunikation mit der Bank ist deshalb entscheidend.
Wie lange dauert die Bearbeitung eines Immobilienkredits?
Von der Antragstellung bis zur Darlehenszusage vergehen bei vollständigen Unterlagen in der Regel 1–3 Wochen. Bei manchen Banken ist eine Sofortzusage innerhalb weniger Tage möglich, bei komplexeren Finanzierungen oder Bauprojekten kann es auch 4–6 Wochen dauern. Tipp: Reichen Sie Ihre Unterlagen so vollständig wie möglich ein, um den Prozess zu beschleunigen.
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Ein Immobilienkredit ist eine der größten finanziellen Entscheidungen Ihres Lebens – oft mit einer Laufzeit von 20 bis 35 Jahren und einer Gesamtbelastung, die weit über den reinen Kaufpreis hinausgeht. Gerade deshalb ist ein unabhängiger Zinsvergleich der erste und wichtigste Schritt, um Tausende Euro zu sparen.
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Stand: März 2026 - Zinssätze sind Richtwerte und abhängig von Bonität, Eigenkapitalquote und Beleihungswert. Der effektive Jahreszins kann individuell abweichen.

